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geschrieben am 14 Mrz 2017 In: Allgemein

Was ist JuLiD?

JuLiD  ist ein Leseclub für Jugendliche in Dreieich und Umgebung ab 14 Jahren. Einmal im Monat treffen wir uns und sichten, lesen und bewerten aktuelle Jugendliteratur. In jedem Schuljahr wählen wir 5 Siegerbücher.

Falls der Film nicht zu sehen sein sollte, können Sie ihn hier herunterladen: http://www.julid-online.de/JuLiD2015.mp4

geschrieben am 9 Mai 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Royal Blood – Schattenkrone“

Eleanor Herman: Royal Blood ; 1 – Schattenkrone
ISBN 978-3-8414-2230-9

Fischer, 2017

Der erste Teil (es sind noch drei weitere geplant) der Fantasy/History Reihe Royal Blood war für mich einfach nur ein grandioses Buch! Hatte schon lange nicht mehr so ein tolles Buch in der Hand!

In Royal Blood-Schattenkrone geht es in erster Linie um die Blutmagierin Kat und um ihren Freund Alexander den Großen, die letztlich mehr verbindet als man am Anfang denkt… Die beiden müssen mit den Problemen zurechtkommen, die man im Palast und als junger zukünftiger Herrscher von Makedonien hat. Dabei haben sie Freunde und Feinde, die jeweils sehr interessante Perspektiven haben, welche man kennenlernt, da das Buch in jedem Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben ist. Dies ist ja an sich nichts Neues aber die Autorin Eleanor Herman hat es grandios hingekriegt, dass man mit jedem Charakter mitfiebert und alle Sichten total interessant findet.

Der Roman ist eine Mischung aus History und Fantasy, denn die Autorin hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass der Roman historisch möglichst korrekt ist (Das Leben im Palast, Kleidung, Essen, Kriegsführung…). Die Geschichte spielt ca. 340 vor Christus und zeigt einen Alexander den Großen in seinen jugendlichen Jahren. Dass dann noch etwas Fantasy hinzukommt macht den Roman perfekt!

Ich habe das Buch geradezu verschlungen, denn man kommt super einfach in die Story rein und die stetig steigende Spannung lässt keine Momente der Langeweile zu. Ich bin schon gespannt darauf zu erfahren wie es weiter geht und kann es kaum erwarten mit dem zweiten Band zu beginnen.

Laura G., 19 Jahre

geschrieben am 8 Mai 2017 In: nächstes Treffen

Nächstes Treffen

DAS Treffen, das über die nächsten SIEGER-Bücher entscheiden wird, steht unmittelbar bevor! Am 17.Mai wählt JuLiD die besten der Besten! Bereits jetzt ist klar: die Mischung ist in diesem Jahr so bunt wie noch nie zuvor und die Titelbreite ist groß, die Qualität von vielen Titeln ist überragend! Darum kämpfen diesmal sogar 22 Bücher um einen Platz auf unserem Plakat! Wir dürfen gespannt sein und laden Interessierte ein, gern am 17.05. ab 16.15 Uhr dabei zu sein, wenn die Jugendliteraturjury ihre Lieblingsbücher des vergangenen Jahres kührt! Wie immer in der Bücherei.

geschrieben am 28 Apr 2017 In: Allgemein

Mein Interview mit Ursula Poznanski

Wie einige vielleicht wissen, habe ich es tatsächlich geschafft über JuLiD ein Interview mit der Bestsellerautorin Ursula Poznanski auf der Leipziger Buchmesse zu ergattern. Da es mein erstes Interview war, war ich entsprechend aufgeregt, habe es aber trotzdem irgendwie geschafft, dass es doch noch ganz gut geworden ist.
Da es ziemlich viel abzutippen war und ich kaum Zeit hatte, hat es etwas gedauert, aber jetzt ist die Transkription des Interviews fertig.

 

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Sie veröffentlichen sehr regelmäßig neue Bücher. Woher stammen Ihre Ideen zu den Geschichten?
Das ist ganz unterschiedlich. Es ist bei jedem Buch ein wenig anders. Manchmal sind es Artikel aus der Zeitung oder Internet, wo ich über irgendwas stolpere und dann denk, da steckt eine Gesichte drin. Also zum Beispiel bei Elanus war es jetzt, dass ich gelesen habe, dass Amazon anfangen will in Amerika in den dünn besiedelten Gebieten Päckchen per Drohne auszuliefern. Und die Drohne ortet den Empfänger über sein Handy. Und da habe ich mir gedacht, dass ist schon enorm, wenn das geht und dann kann man ja wahrscheinlich auch noch andere Dinge tun, als nur Päckchen ausliefern. Und das war so die Basis von Elanus, also diese Drohnen Gesichte, wo dann eben ein junger Student alle möglichen Leute über eine Drohne ausspioniert, wenn er die Handynummer der Leute hat, kann er die denen nachschicken. Das war dann so die Basis dafür.

Was fasziniert und begeistert Sie an Jugendliteratur bzw. wie so schreiben Sie Bücher für dieses Genres?
Ich glaube man hat im Jugendbuch eine Menge Freiheiten und kann sich ein bisschen fantasievoller ausleben als im Erwachsenenbuch. Also zumindest kommt mir das so vor. Man kann Themen aufgreifen, die man vieleicht im Erwachsenen Buch ganz anders angehen müsste. Ich glaube, man kann noch ein bisschen spielerischer mit den Themen umgehen, als man das in Büchern für Erwachsene könnte oder sollte. Und dann ist es einfach auch spannend über jugendliche Protagonisten zu schrieben, weil die ja gerade in einer Phase stecken, wo sich alles noch sehr, sehr schnell verändert. Wo ein Jahr Altersunterschied noch wirklich einen großen Unterschied macht. Das ist ab 25 dann irgendwie nicht mehr so. Ob man 25, 26 oder 27 ist, spielt kaum noch eine große Rolle, aber ob man 13, 14, 15 oder 16 ist, spielt eine rießen Rolle. Darum ist das eine sehr, sehr spannende Phase, weil da alles so im Umbruch ist.

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geschrieben am 24 Apr 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Blood & Ink – Die Bücher von Timbuktu“

Steven Davies: Blood & Ink – Die Bücher von Timbuktu
ISBN: 978-3-848-92072-3

Aladin Verlag

2016

Mali 2012: Islamische Rebellen fallen in Timbuktu ein und etablieren in der Stadt die Scharia. Der Hirtenjunge Ali ist einer von ihnen. Er verabscheut Musik, Tanzen und alles, was das Leben lebenswert macht. Kadija lebt in Timbuktu. Sie spielt in einer Band, liebt Literatur und pfeift auf die Gesetze der Dschihadisten. Als Ali und seine Freunde einen berühmten Musikclub der Stadt in die Luft sprengen, kreuzen sich ihre Wege… (Verlagstext)

Ali, ein Dschihadist, nimmt das malische Timbuktu ein. Er will die Scharia durchsetzen. Kandija lebt in Timbuktu, liebt Musik und Tanz. Sie hütet die kostbarsten und ältesten Handschriften, auf die die Heiligenverehrung und die Kulte in Timbuktu aufbauen. Diese sieht Ali als Götzenverehrung an und will sie zerstören. Mit ihren gegensätzlichen Meinungen kreuzen sich Kandijas und Alis Wege schnell. Ein Kampf um die Handschriften entbricht.

Ein sehr politisches Buch, welches eine schockierende Realität zeigt. “Blood & Ink“ ist eine Mischung aus Gewalt und Liebesroman. Die Geschichte war anfangs verwirrend und nicht fesselnd. Die Spannung und das Thema haben dies aber später wettgemacht.
Eine plötzliche Wendung in der Handlung hat das Buch interessant gemacht. Die Charaktere waren gut beschrieben und ihre Handlungen waren nachvollziehbar. Das Ende der Geschichte war nicht vorhersehbar.
Eindeutig empfehlenswert.

Thomas, 14 Jahre

 

geschrieben am 19 Apr 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Lautlose Stufen“

Inge Becher: Lautlose Stufen
ISBN 978-3-940078-39-1

2016

Deutschland, 1939. Hella Arnold ist 10 Jahre alt, als sie eine rätselhafte Krankheit bekommt. Immer wieder muss sie für lange Zeit ins Krankenhaus, sie fehlt in der Schule und kann auch nicht, wie ihre Freundinnen, den Jungmädeln beitreten. Hella wird zur Außenseiterin, immer stärker wird ihre Lebenswelt eingeschränkt. Dabei möchte sie doch nur eines: dazugehören wie alle anderen. Mit 14 erfährt Hella von speziellen Kliniken, in denen schwerkranken Kindern wie ihr geholfen werden kann. Sie bittet den Chef­arzt des Krankenhauses um eine Überweisung dorthin. Als ihr Hausarzt und ihre Eltern davon hören, sind sie entsetzt: Denn aus diesen Kinderfachkliniken kam noch kein Kind lebendig zurück … (Verlagstext)

Ein kleiner Roman, der sich meiner Meinung nach besonders für den Geschichtsunterricht, und weniger als Freizeit- bzw. Unterhaltungsroman, eignet. Die Kapitel vorangestellten Informationen sind zum Inhalt desselben passend. Zu der Protagonistin konnte ich leider keine Beziehung aufbauen, es viel mir schwer, mich in sie hineinzuversetzen. Schuld daran war teilweise auch der emotionslose Schreibstil. Das Cover ist wenig ansprechend, den Titel hingegen finde ich sehr passend und er war auch der Hauptgrund, wieso ich mich entschieden habe, den Roman zu lesen. Obwohl das Thema nachdenklich machen und zu tiefgründigen Gedanken anregen sollte, ist mir die Geschichte kaum im Gedächtnis geblieben.

Franziska, 21 Jahre

geschrieben am 18 Apr 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Väterland“

Christoph Leon: Väterland
ISBN 978-3-95854-095-8

2017

Das Buch „Väterland“ ist wie ein Schlag in die Magengegend. Fast schon brutal wurde ich in die von Christopher Léon erschaffene Zukunft geschmissen und zu Beginn verstand ich noch nicht alles. Die Erkenntnis kam nach und nach. Durch die unschuldigen Kinderaugen, der Tochter eines homosexuellen Paares habe ich ein Frankreich gesehen, dass durch Angst, Intoleranz und Hass geprägt ist.

Mehrere Handlungsstränge laufen parallel zueinander. Einmal sieht man die Vergangenheit, in der Gabrielle in kleinen Häppchen lernen muss, dass nicht alle den Lebensstil ihrer Väter gut finden. Die kleine Familie bekommt immer mehr Probleme und muss aus der Pariser Innenstadt in ein Getto für Homosexuelle, oder auch „Rosa Rauten“, ziehen. Sie bekommen Rechte aberkannt und werden abhängig von freiwilligen Arbeitern eingepfercht.

Die anderen beiden Handlungsstränge sind in der Gegenwart erzählt. Einmal erzählt Gabrielle, was ihre Väter gerade erleben und dann erzählt sie, was sie gerade erlebt, denn die Familie ist getrennt voneinander. Ihre Väter haben eine Erlaubnis gefälscht um aus dem Getto zu kommen. Sie wollen Gabrielle ein Geburtstagsgeschenk in Paris kaufen und erleben eine Katastrophe nach der anderen.

Gabrielle ist währenddessen zuhause im Getto geblieben, doch auch dort ist nicht alles so ruhig, wie sie es erwartet hat. Genauso abrupt, wie man in die Geschichte reingeworfen wird, genauso wird man ihr wieder entrissen und viel zu schnell sind die 115 Seiten rum. Das Buch hinterlässt einen bunt gemischten Gefühlscocktail aus den verschiedensten Gefühlen wie Hoffnung und Verzweiflung.

„Väterland“ hat mir sehr gut gefallen. Es ist voller schöner Vergleiche und die Charaktere wirken nicht wie Charaktere, sondern wie Menschen. Sie haben ihre Fehler und ihre Eigenarten, so dass ich mich mehrmals beim Lesen ertappt habe, wie ich dachte „Ach George, du Sturkopf“. Die kleine Familie wuchs mir schnell ans Herz. Die Anfängliche Verwirrung taucht immer wieder im Buch auf, doch nicht so, dass ich das Gefühl habe nichts zu verstehen. Sie ist eher wie ein freundlicher Begleiter, der die Spannung verstärkt und Lust aufs Lesen macht. So oft ich konnte saß ich wieder da, mit dem Buch in der Hand und verschluckt von der Geschichte.

Die Sprache ist sehr angenehm und das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es gibt zwar ein paar Logikfehler, doch diese fallen nicht so stark auf. Der Titel passt gut und auch das Cover ist sehr schön. Es ist schlicht aber lenkt den Blick des Betrachters schon auf das Thema: Händchenhaltende Männer mit rosa Rauten auf der Kleidung.

Über die Zielgruppe lässt sich jedoch streiten, denn die angegebene Zielgruppe soll zwischen 12 und 15 Jahren alt sein, aber ich würde das Buch eher an eine ältere Zielgruppe ab 15 oder 16 empfehlen, denn mit 12 versteht man wahrscheinlich noch nicht die Thematik und kann diese Geschichte noch nicht so gut nachvollziehen, wie eine ältere Zielgruppe.

Alles in allem würde ich das Buch eindeutig weiter empfehlen. Es ist ernst, doch nicht zu ernst und das Konzept des Buches ist sehr interessant. Mehrere „Probleme“ werden hier stimmig zusammengefasst und behandelt. Christophe Léon ist es sehr gut gelungen mich in den Bann seines Buches zu ziehen und auch noch tagelang nachdem ich es ausgelesen hatte noch in meinen Gedanken zu bleiben.

Lorina, 18 Jahre

 

Unterrichtsmaterial hier

geschrieben am 3 Apr 2017 In: nächstes Treffen

nächstes Treffen

Die Dreieicher Jugendliteraturjury trofft sich direkt nach Ostern, am 19.04., wieder in der Bücherei. Wir werden diesmal darüber sprechen, wo JuLiD künftig im netz posten wird und was mit diesem Blog geschehen soll – der dringend ein Facelifting benötigt ;-)

Wer Lust hat, sich die Jury einmal anzuschauen oder mit den anderen über Bücher zu quatschen, kommt einfach 16.15 Uhr vorbei.

geschrieben am 28 Mrz 2017 In: nächstes Treffen

JuLiD Treffen

Am Mittwoch, d. 29.03.2017, trifft sich die Jury 16.15 Uhr. Interessierte sind wie immer herzlich willkommen.

Sedgwick, Marcus: Das Glück ist blind (aber nicht unsichtbar)
ISBN 978-3-423-65021-2

dtv

2016

Ich habe gerade „Das Glück ist blind (aber nicht unsichtbar)“ von Marcus Sedgwick beendet und bin von diesem Buch begeistert! In meinen Augen hat es sogar eine Chance als Siegerbuch. In dem Roman geht es um ein blindes Mädchen, dass alleine nach New York fliegt, um ihren Vater zu finden. Dabei begibt sie sich auf eine abenteuerliche Suche und in Gefahr.
Es wird hervorragend verstanden, die Spannung zu vermitteln und man verschlingt den Roman. Ich hoffe, dass der ein oder andere in unserer Jury den Roman noch ließt und vergebe dem Roman Höchstpunkte!

David, 17 Jahre