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geschrieben am 18 Mai 2013 In: Buchkritik

Hörbuchkritik “Doctor Who – The Kingmaker”

Nev Fountain: The Kingmaker (Doctor Who ; 81)
ISBN 1-8443-5161-0

Im Hörspiel „The Kingmaker“ von Nev Fountain versuchen der fünfte Doctor (Peter Davison) und seine Companions Peri und Erimem herauszufinden, was mit den „Prinzen im Tower“ geschehen ist. Die Prinzen wurden 1483 von ihrem Onkel Richard 3. In den Tower gesperrt und seitdem nicht mehr gesehen.

Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und die Sprecher sind klar verständlich. Zwei Dinge sind an diesem Hörspiel besonders erwähnenswert, zum einen die Interaktionen zwischen Peri (einer amerikanischen Studentin) und Erimem (einer altägyptischen Prinzessin) untereinander und mit den Menschen aus der Zeit. Dabei spricht vor allem die Szene im Theater, wo auf die unterschiedlichen Einstellungen im alten Ägypten (Erimem), der Zeit in der die Handlung stattfindet und „unserer Zeit“ (Peri) sehr gut verdeutlicht und thematisiert. Diese Thematik wird auch in einer weiteren Szene zwischen Erimem und Peri aufgegriffen, hierbei wird hervorragend eingefangen, wie unterschiedlich Überzeugungen der Menschen in der Vergangenheit und der heutigen Menschen sind. Der andere erwähnenswerte Aspekt ist die Thematik der Zeitlinien, die in diesem Hörspiel weitaus genauer aufgegriffen wird wie in anderen Teilen der Reihe. Im speziellen wird thematisiert, ob und wie ein Zeitreisender in den Lauf der Dinge eingreifen darf und ob er etwas ändern kann oder das Motto der CIA (Celestial Intervention Agency) „the story changes, but the ending stays the same“ gilt, also die Geschichte sich immer selbst korrigiert.

Alles in allem kann ich das Hörspiel jedem empfehlen, der entweder ein Sifi-Fan ist oder der sich gerne mit Zeitreisen beschäftigt.

Alexander, 19 Jahre

 

geschrieben am 16 Mai 2013 In: Buchkritik

Hörbuchkritik “Doctor Who – The Chimes of midnight”

Robert Shearman: The Chimes of Midnight (Doctor Who ; 29)
ISBN: 503-9-338-00582-6

Doctor Who ist eine britische Science Fiction Serie, die seit 1963 im Fernsehen läuft. Die Serie lief von 1963-1989 im Fernsehen und wurde danach in Hörspielen und Büchern ergänzt. Seit 2005 läuft die Serie erneut im Fernsehen. Die Hauptfigur der Serie ist der Doktor, ein zeitreisender Alien. Um die Serie über eine so lange Zeit ausstrahlen zu können wurde auf einen Trick zurückgegriffen, der Doktor stirbt nicht, sondern er regeneriert, wobei er sein Aussehen und seine Persönlichkeit ändert. Deshalb gibt es derzeit 11 verschiedene Darsteller des Doktors, die dessen Charakter jeweils anders darstellen. Dabei wird er meist von einem oder mehreren Companions begleitet. Für seine Zeitreisen verwendet er sein Raumschiff, die TARDIS, welche die Form einer blauen Telefonzelle hat, die im inneren größer als außen ist.

Das englischsprachige Hörspiel „The Chimes of Midnight“ von Robert Shearman behandelt ein Abenteuer des achten Doktors, gespielt von Paul McGann, und seiner Begleiterin Charley, gespielt von India Fisher. Das Abenteuer spielt am Weihnachtsabend in einem gregorianischen Herrenhaus, in dem seltsame Dinge geschehen, so spielt die Zeit verrückt und immer zur Vollen Stunde gibt es einen mysteriösen Todesfall. Das Hörspiel ist in vier Abschnitte unterteilt, die jeweils etwa 30 Minuten dauern.

Die Sprecher arbeiten alle auf einem sehr hohen Niveau, was die Dialoge sehr verständlich macht und dazu beiträgt, dass die englische Sprache kein Problem wird, wenn man versucht das Hörspiel zu verstehen. Die Dialoge sind hervorragend und die Sprecher schaffen es perfekt die Stimmung zu vermitteln. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, wobei vor allem die Nebencharaktere (die Bediensteten, Edward Grove) hervorstechen, da man sich zuerst fragt, warum sie so handeln, dies aber nach dem Finale perfekt passt. Die Handlung in den ersten drei Abschnitten baut eine extreme Spannung auf. Dazu tragen vor allem die Stimmung im Haus, wiederkehrende Elemente, wie das Ticken der Uhr und die temporalen Verschiebungen bei. So ist es etwa nicht möglich zu bestimmen wann das Haus eigentlich ist, da einige Aspekte dafür sprechen, dass es vor Beginn des ersten Weltkrieges spielen muss aber es auch Hinweise darauf gibt, dass es mindestens 1924 sein muss.  Auch die Aktionen der Bediensteten werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Dies wird im letzten Akt sehr gut und zufriedenstellend aufgelöst. Dabei ist besonders zu erwähnen, dass im Finale nicht nur das Rätselaufgeklärt wird, sondern sich die Charaktere auch weiterentwickeln. Ebenfalls trägt die, für Doctor Who unübliche,  räumliche Begrenzung auf wenige Räume des Hauses und die TARDIS  dazu bei eine sehr passende Stimmung zu vermitteln, obwohl es keine Aliens oder fremde Planeten gibt, wie in den meisten anderen Folgen.

Alles in allem kann ich diese Folge jedem Sicence Fiction Fan und jedem Fan klassischer Krimis empfehlen, da diese beiden Genres sehr gut miteinander kombiniert werden. Es ist kaum Vorwissen erforderlich, man sollte jedoch wissen, dass die TARDIS eine Zeitmaschine ist und man sollte sich mit etwas abgedrehten Lösungen anfreunden können. Wenn man diese Voraussetzungen jedoch erfüllt bekommt man extrem gute Unterhaltung geboten.

Alexander, 19 Jahre

geschrieben am 14 Mai 2013 In: Allgemein

Filmkritik – “Star Trek Into Darkness”

Der Film Star Trek Into Darkness überzeugt vor allem durch seine sehr spannende Handlung und die genialen Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren. Dabei gibt es eine Menge Anspielungen an die vorigen Filme, die dafür sorgen, dass die „alten Fans“ immer etwas zu schmunzeln haben. Besonders erwähnenswert sind die Verknüpfungen zum Film „Der Zorn des Kahn“. Ebenfalls herausragend ist der von Benedict Cumberbatch gespielte Antagonist, der eine hervorragende Rolle spielt. Der sehr starke Fokus auf Action sorgt zwar dafür, dass man von der ersten bis zur letzten Minute von der Handlung gefesselt ist, allerdings stellt man wenn man über einige Aspekte nachdenkt fest, dass einige Wendungen und Auflösungen sehr leicht vorhersehbar waren und an vielen Stellen Logiklücken existieren:

+++ SPOILER   ANFANG +++

Logiklücke 1 – Kirk im Vakuum mit Riss im Visir des Raumanzuges

Logiklücke 2 – Koordination der “geheimen” Militärplanung ist jedem bekannt

Logiklücke 3 – Suspendiert, befördert, befördert, Geheimauftrag erhalten (in ca 2 Tagen)

Die gesamten Parallenen zu Star Trek 2 wirken teilweise sehr aufgesetzt (“Ich vertraue ihm nicht, ich weiß, dass er mich verraten wird – aber ich nehme ihn auf eine Kommandooperation mit”).
+++ SPOILER   ENDE +++
Innerhalb der Star Trek Filme würde ich Into Darkness allerdings trotz dieser Fehler auf einer der vorderen Positionen einordnen.

Alexander, 19 Jahre

geschrieben am 24 Apr 2013 In: Buchkritik

Buchkritik – “Erbe des Drachenbluts”

Monika Thamm: Das Erbe des Drachenbluts
ISBN 978-3-9815497-0-6

(2012)

Im Buch „Erbe des Drachenblutes“ von Monika Thamm geht es um Mina, ein Mädchen aus “unserer“  Welt, die über Nacht in eine Fantasywelt, Dra´Ira, versetzt wird.

Die Handlung ist sehr spannend und wandlungsreich, sie hebt sich auch angenehm vom allgemeinen Fantasyallerlei ab. Die Charaktere sind durchgehend glaubwürdig geschrieben und ihre Motivationen verständlich. Besonders erwähnenswert ist meines Erachtens Ignis und der im Finale teilnehmende „Junge“, da diese Charaktere sich doch sehr von den typischen Fantasycharakteren unterscheiden.

Die Welt ist auch gut ausgearbeitet, glaubwürdig und nachvollziehbar. Es wird auch einiges von der Geschichte der Welt erzählt, was zum Verständnis einiger Handlungen beiträgt. Einzige Schwäche ist die Auflösung nach dem „Endkampf“, da sie zu vorhersehbar und eindimensional ist und auch nicht zu den Andeutungen passt, die während des Buches gemacht werden.

Alles in allem kann ich das Buch jedem Fantasyfreund empfehlen.

Alexander, 19 Jahre

Josephine Angelini: Göttlich verliebt ; 3
ISBN 9783791526270

(2013)

Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas? Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?

Das fulminante Ende der „Göttlich-Trilogie“ überzeugt vollkommen. Wie Hellen immer mehr von ihrer Aufgabe erkennt, so werden immer mehr Geheimnisse gelüftet und Unklarheiten geklärt.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Spannung wird die ganze Zeit aufrecht erhalten. Eindrücke aus der Vergangenheit – Trojanischer Krieg, …  – machen das Ganze noch interessanter und vermitteln gleichzeitig einen historischen Hintergrund.

Der Abschluss der „Göttlich-Trilogie“ ist der Autorin Josephine Angelini mehr als gelungen, und selbst wenn der zweite Band nicht so überzeugt hat, ist der dritte Band unbedingt zu empfehlen!

Da mich „Göttlich verliebt“ in jeder Hinsicht überzeugt hat und ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, würde ich dem Roman 15 von 15 Punkten geben.

 Franziska, 17 Jahre

Zur Buchkritik “Göttlich verdammt ; 1″

geschrieben am 22 Apr 2013 In: Buchkritik

Buchkritik – “Göttlich verloren” (Bd. 2)

Josephine Angelini: Göttlich verloren ; 3
ISBN 9783791526263

 (2012)

Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! (Klappentext)

Die Fortsetzung des ersten Bandes zieht sich zu Beginn sehr in die Länge, was leider die Leselust ein wenig nimmt. Das Verhältnis zwischen Helen und Lucas wird durch ihre Verwandtschaft und durch den Halbgott Orion sehr kompliziert und geladen. Beide werden leider durch eine Spannungen und Probleme ein wenig unsympathisch, doch sie bleiben überzeugend in ihrer Rolle.

Der Schreibstil bleibt wie im ersten Band sehr gut, doch durch viele Orts- und Personenwechsel – die Personen, die die Geschichte erzählen – fehlt zu Beginn eine in sich übergehende Handlung, was auf den letzten hundert Seiten viel besser ist. Spannung wird leider auf weiten Teilen verloren, doch das Ende überzeugt vollkommen und zwingt zum Weiterlesen.

Da das Ende mich vollkommen überzeugt hat, würde ich dem Roman 12 von 15 Punkten geben würde. Obwohl einige langweilige Stellen dabei sein, empfehle ich den dritten Band trotzdem zu lesen, denn der überzeugt von vorne bis hinten.

 Franziska, 17 Jahre

Zur Buchkritik “Göttlich verdammt ; 1″

Grace McCleen: Wo Milch und Honig fließen
ISBN 978-3-421-04546-1

(2013)

Menschen aus Pfeifenputzern, Häuser aus Keksschachteln, Wattewolken und ein Spiegelsee. Die zehnjährige Judith hat sich in ihrem Zimmer eine kleine Welt geschaffen, ganz für sich allein. In der Schule wird sie gehänselt, weil sie anders ist, sich von der sündigen Welt fernhalten muss. Ihr streng religiöser Vater hat kein Ohr für ihre Nöte, die Mutter hat sie nie kennengelernt. Vielleicht, denkt Judith, wenn ich es hier drinnen schneien lasse, mit Rasierschaum, Watte und Daunenfedern, fällt am Montag die Schule aus. Als sie am nächsten Tag die Vorhänge öffnet, ist tatsächlich alles weiß. Judith hat ihr erstes Wunder bewirkt. Und damit fangen ihre Probleme erst richtig an … Grace McCleen hat einen herzzerreißenden Roman über Gut und Böse, Glaube und Zweifel, über Liebe, Verlust und Erlösung geschrieben, mit einer bezaubernden jungen Heldin. Ein Schicksal, das tief bewegt. (Verlagstext)

Ich bin ein wenig zwiegespalten und weiß nicht ganz, wie ich es ausdrücken soll. Auf der einen Seite war das Buch sehr gut geschrieben, so dass es recht leicht gefallen ist, es zu lesen. Andererseits war der Inhalt des Buches doch echt anspruchsvoll. Es hatte eine recht philosophische Seite.

Erschrocken war ich über die Geschichte eines 10-jährigen Mädchens, dass sich seine eigene kleine Welt schafft, da sie durch ihre Religion in der Schule nicht nur keinen Anschluss hat, sondern auch aufs Schlimmste gemobbt wird. Der Glaube dem sie anhängt, scheint sie aber auch nicht wirklich trösten zu können, da die Kontakte in der Religionsgemeinschaft (Zeugen Jehovas??) sich fast nur auf ältere Menschen beziehen.
Erst als sie glaubt, sie könne Wunder bewirken, scheint sie etwas glücklicher. Dass diese Wunder dazu führen, dass sie noch mehr ausgegrenzt wird und aus dem Mobbing gegen sie, auch durch eine veränderte Arbeitssituation in der Fabrik des Vaters, Angriffe auf ihr zu Hause werden, ihr Vater durch die nicht mehr in den Griff zu bekommende Situation, sogar aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen wird und ihr Leben komplett aus den Fugen gerät, ihr sogar durch eine Stimme (Gott) das Ende der Welt prophezeit wird und die sie dann fast dazu bringt sich selber umzubringen, war doch sehr schwierig nachzuvollziehen.

Fast hatte man das Gefühl, dass ein großer Teil dieser Geschichte in Wirklichkeit passiert ist und das machte mich sehr nachdenklich, traurig und ließ mich entrüstet und aufgewühlt zurück. Erwartet hatte ich eine leichtere Geschichte, die mehr mit der Phantasie spielt, als ein Buch welches die Geschichte einer 10-Jährigen beschreibt, die in einigen Dingen viel zu alt scheint und statt zu spielen und sich zu freuen, sich über zu viele Dinge Gedanken machen muss und viel zu viele Dinge machen muss, die ein Kind in diesem Alter in der heutigen Zeit in Europa nicht machen müsste.

Ich bin wirklich froh, dass sie am Ende der Geschichte mit der Stimme (Gott) bricht und mit ihrem Vater ein neues Leben anfangen möchte.

Katharina, 16 Jahre

geschrieben am 12 Apr 2013 In: nächstes Treffen

nächstes Treffen

JuliD trifft sich wieder am 24.April 2013 zur gewohnten Uhrzeit (16.30 Uhr) in der Bücherei.

geschrieben am 20 Mrz 2013 In: Buchkritik, JuLiD liest gerade...

Buchkritik – “Spiegelkind”

Alina Bronsky: Spiegelkind ; 1
ISBN 978-3-401-06798-8

(2012)

Im Leben der 15-jährigen Juli scheint alles normal. Sie wohnt mit ihren Eltern und ihren jüngeren Geschwistern in einer der besten Gegenden des Landes. Doch dann verschwindet plötzlich ihre Mutter und dies scheint nicht einmal ihren Vater zu interessieren. Auch die Polizei sieht keinen Grund sie zu suchen. So etwas „geschehe ab und an“. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Ksü sucht sie nach dem Grund für dieses seltsame Verhalten. Sie findet heraus, dass ihre Mutter eine der gefürchteten Pheen ist, welche Pech und Unheil bringen. Und plötzlich begegnen ihr die Mitmenschen feindselig und beginnen sie zu meiden. Aber die wichtigste Frage für sie bleibt: Wo ist ihre Mutter?

Ein sehr schönes fesselndes Buch, welches schneller durchgelesen ist, als dem Leser lieb ist. Die Story unterscheidet sich (endliiich) mal vom Einheitsbrei, da es mal nicht um Vampire ging und das Ende nicht allzu absehbar ist.

 

Vivienne, 13 Jahre

 

geschrieben am 18 Mrz 2013 In: für Verlage und Buchhandlungen

Eine Bücherei pro Woche kommt dazu!

Die Jurymitglieder von JuLiD machten sich am vergangenen Freitag nach dem Unterricht auf, das Gedächtnis Deutschlands zu erkunden. Unsere Schul- und Stadtteilbücherei umfasst derzeit den kleinen aber feinen Medienbestand von etwa 6.000 Medien. Und genau so viele Bücher, CDs, Zeitschriften etc. bekommt die Deutsche Nationalbibliothek jede Woche (!) neu ins Haus. Denn gesammelt wird dort alles, was in Deutschland und über Deutschland als Buch, Zeitschrift, Musik-CD u.a.m. erscheint. Eine beeindruckende Menge!

Die Mitarbeiter der Nationalbibliothek Frankfurt erwarteten uns bereits im Foyer und führten uns 90 Minuten durchs Haus. Dabei kamen wir in unterirdische Magazine (riesige Aufbewahrungsräume für Bücher und mehr), konnten den Lesesaal durchqueren und über die Transportanlage staunen. Außerdem wurden die Nutzungsbedingungen erklärt und auf die vielen verschiedenen Kunstwerke des Hauses hingewiesen.

Schließlich erfuhren wir im Anschluss noch etwas über die Herausforderungen, vor denen die Deutsche Nationalbibliothek steht, wenn sie möglichst über Jahrzehnte hinweg oder länger auch digitale Werke wie Websites, elektronische Bücher und Datenträger aufbewahren und zugänglich halten muss.

Die Jurymitglieder staunten, dass es so spezielle Abteilungen und Jobs gibt und erkundigten sich sogar gleich nach einem Praktikumsplatz. Etwas müde und vor allem geflasht von den vielen Eindrücken machten wir uns am späten Nachmittag auf den Heimweg und starteten ins Wochenende…