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geschrieben am 14 Mrz 2017 In: Allgemein

Was ist JuLiD?

JuLiD  ist ein Leseclub für Jugendliche in Dreieich und Umgebung ab 14 Jahren. Einmal im Monat treffen wir uns und sichten, lesen und bewerten aktuelle Jugendliteratur. In jedem Schuljahr wählen wir 5 Siegerbücher.

Falls der Film nicht zu sehen sein sollte, können Sie ihn hier herunterladen: http://www.julid-online.de/JuLiD2015.mp4

lockwood&co - das flammende phantom 4 Jonathan Stroud: Lockwood & Co ; 4 – Das flammende Phantom

cbj Verlag
ISBN 978-3-570-15964-4
2016

Seit Jahren versetzt das Problem die Bürgen Großbritanniens in Angst und Schrecken. Geister überfallen die Menschen und nur die Kinder können diese wahrnehmen…allerdings lassen viele ihr Leben, während sie dafür Arbeiten, das Problem zu beseitigen.
Auch Lockwood & Co eine kleine Agentur zur Geisteraustreibung setzt sich dafür ein und hat schon einige spannende sowie gefährliche Fälle gelöst. Besonders Lucy, die eine ausgeprägte Gabe des Hörens  und Fühlens hat, hilft ihren Kollegen Anthony Lockwood (Chef), George Cubbins (Recherche-Zuständiger) und Holly Munro (Sekretärin). Jedenfalls tat sie dies, bis ein traumatisches Ereignis sie dazu brachte zu kündigen und Anstand von ihren Freunden zu gewinnen.
Doch plötzlich, nach 4 Monaten steht Lockwood wieder vor Lucys Tür und möchte sie darum bitten ihm bei einem komplizierten Fall zu helfen…

In dem spannenden vierten Band der glorreichen Reihe Lockwood & Co kommt also mal wieder ein spannendes Rätsel auf unsere Helden zu.
Wie immer finde ich, dass Stroud Lucy einfach urkomisch und trotzdem selbstbewusst darstellt, was ich einfach genial finde. Durch den Witz und ihre Gefühle, die man (von meiner Seite aus gesehen) meistens vollkommen nachvollziehen kann zieht es mich einfach in den Bann. Die Gefahr, die von allen Seiten auf sie zukommt, ihre Entwicklung und die Sorgen, die sie sich um Lockwood macht sind einfach zu packend erzählt, als dass ich das Buch nicht in einem Rutsch verschlingen könnte (wie auch schon die anderen 3 zuvor).
Dadurch, wie auch die anderen auf das reagieren, was in der Vergangenheit geschehen ist, wird natürlich auch deutlich, dass sich selbstverständlich auch Lockwood, George – und wie ich zugeben muss auch Holly, weiterentwickelt haben. Natürlich bleiben sich die Charaktere immer treu. George hat freche Sprüche drauf, Lockwood ist mal wieder ein Draufgänger schlechthin und Holly ist die, die einfach nur nervt, weil sie so perfekt scheint.
Was ich echt lustig fand, waren 3 Sachen. Okay, eine war weniger lustig, sondern viel mehr hab ich während der Hälfte erstmal einen Schreikrampf bekommen:

1. @Jonathan Stroud, falls Sie das jemals lesen sollten (und es zuvor übersetzen): Ich verstehe immer noch nicht, warum Holly auftauchen musste. Sie zerstört mein ganzes Lockwood & Lucy Feeling!!!! >.< Ich bin so verunsichert, ob das Pairing noch zustande kommt (wehe wenn nicht!). ARGH! Ich HASSE Holly manchmal. Und im nächsten Moment mag ich sie. Grrrh…

2. Wer hätte gedacht, dass sie dieser eine Charakter (der männliche, es gibt zwei von der gleichen Agentur, die eine überraschende Wendung erleben/verursachen) sich Ihnen tatsächlich anschließt? Ich jedenfalls nicht. War aber trotzdem eine willkommene Abwechslung.

3. Der letzte Satz des Buches wird jeden Leser von den Socken hauen. Zunächst bleib mir der Mund offen stehen, dann dachte ich Wie zur Hölle ist das möglich? 
Dann dachte  ich mir: Ich HASSE sie. Spätestens ab dem Moment magst du Holle und konzentrierst deinen  ganzen Hass, der sich im Laufe der Reihe gegen bestimmte Personen angehäuft hat auf sie und nur sie allein.

So, noch zur Plot: Spannend wie alle zuvor und einzigartig in jeder Hinsicht. Langsam scheint es auf den Endspurt zu zugehen, würde mich nicht wundern, wenn der heißersehnte fünfte Teil auch der letzte von Lockwood & Co sein würde. Ich vertraue darauf, dass Stroud es schafft, es mit einer großen Bombe zu Ende zu bringen, die uns alle hoffentlich glücklich machen wird. Solange er seine packende Story beibehält und seinen Charakteren treu bleibt kann aber eigentlich nichts mehr schiefgehen…

Alles in allem kann ich sagen, ich bin mal wieder mehr als nur überzeugt, es macht einfach einen riesen Spaß, die Geschichte zu verfolgen und mitzufiebern. Alles ist sehr logisch aufgebaut, dass man selbst mitüberlegen kann und durch die Entwicklung der Charaktere wird deutlich, wie sehr die Geschichte das Leben im Roman beeinflusst – natürlich sehr stark, dennoch bin ich aufrichtig glücklich darüber, wenn auch manchmal zweifelnd. Man verliert sich in seinen Gefühlen für die Geschichte und das macht sie so einzigartig. Ich glaube, diese Bewertung wird sich für keinen Band ändern… die sind einfach zu genial. Aber überzeugt euch selbst, es ist eigentlich für jeden was.

Michelle, 19 Jahre

geschrieben am 10 Jul 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Concentr8“

William Sutcliffe: Concentr8
978-3-499-21739-5

Rowohlt Rotfuchs, 2016

 

Concentr8 ist ein Medikament gegen ADHS, das an auffällige Kinder und Jugendliche verteilt wird. Als diese Verteilung jedoch eingestellt wird, brechen Chaos und Aufstände aus. Inmitten eines Aufstands entführen 5 Jugendliche (Blaze, Troy, Femi, Lee und Karen) einen Angestellten des Bürgermeisters von London und halten ihn dann sechs Tage in einer Lagerhalle fest.
Die aufklärerische Warnung vor der Diagnose ADHS wird von William Sutcliffe anschaulich dargestellt. Einführende Worte vor jedem Kapitel zeigen, welche Auswirken ADHS außerhalb des eigentlichen Plots hat und generieren dadurch Glaubwürdigkeit, da sie wirklich in dieser Art und Weise erschienen sind, wie man dem beigefügten Quellenverzeichnis entnehmen kann. Read the rest of this entry »

geschrieben am 28 Jun 2017 In: Allgemein

neues Plakat JuLiD

Nach dem Schuljahr präsentiert JuLiD alljährlich ihre besten Bücher. Mehr Infos dazu in unserer Pressemitteilung. Und weil wir uns nicht für EIN Motiv entscheiden konnten, werden die Postkarten in diesem Jahr erstmalig ein anderes Bild tragen (unteres Bild).

JuLiD 2017 Pakat webJuLiD 2017 Postkarte vorne

geschrieben am 22 Jun 2017 In: Allgemein

Eis, Eis, JuLiD!

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Das Ende des Schuljahres markiert nicht nur das Ende eines weiteren JuLiD-Jahres, sondern es ruft auch immer das EISGELAGE der Jugendliteraturjury auf den Plan! Direkt vorher konnten wir unser jährliches Gruppenfoto machen, welches bald auf unserem nagelneuen Plakat zusammen mit den besten Büchern des vergangenen Juryjahres zu sehen sein wird. Man darf also gespannt sein! Bis dahin: schmelzt nicht weg und wir freuen uns auf ein neues Juryjahr ab August 2017 –

vielleicht diesmal auch MIT DIR?

 

 

geschrieben am 21 Jun 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Digby #1“

Stephanie Tromly:
Digby ; #1 – Tot ermittelt es sich schlecht
ISBN 978-3-7891-4809-5

Zuallererst muss gesagt werden, dass die Charaktere dieses Buches einem direkt ans Herz wachsen.
Natürlich ist es ein Krimi… und natürlich erinnert Digby auf seine spezielle Art und Weise irgendwie auf einen Sherlock Holmes, der wohl etwas zu viel Energie abbekommen hat. Dennoch ist er ein so individueller und toller Charakter, dass man gar nicht anders kann als ihn zu mögen. Durch sein aufgedrehtes Verhalten ist ständig die Frage im Raum: Was passiert als nächstes? Was hat er diesmal für einen Plan? Und wird er es schaffen, seine kleine Schwester endlich zu finden? Besonders die letzte Frage beschäftigt einen bis zum Schluss, doch ob sie geklärt wird, muss schon selbst herausgefunden werden.
Aber natürlich ist Digby nicht allein, besonders eine weitere Person hilft ihm bei seinem Rätsel: Zoe. Sie ist der weibliche Hauptcharakter der Geschichte. Eine aufmüpfige, selbstbewusste und störrische junge Frau die einfach in das Chaos namens Digbys Leben hineingezogen wird und sich gleichzeitig in ihrem neuen Leben in einer neuen Stadt zurechtfinden, was ihr auch nicht direkt leichtfällt. Doch schnell wird klar, dass Digby und Zoe ein gutes Team abgeben und gemeinsam ihren Fall – wenn man dies so nennen kann – lösen werden.

Kurz zusammengefasst: Durch den Witz und ihren Charme lernt man die beiden Hauptcharaktere kennen und lieben, genauso wie ihre Hintergründe und die Situationen, die einem irgendwoher immer vertraut und zugleich ungewöhnlich vorkommen. Es macht schlichtweg Freude, zu lesen und das Buch lässt sich nur empfehlen. Daumen hoch!

Michelle, 18 Jahre

geschrieben am 20 Jun 2017 In: nächstes Treffen

nächstes Treffen: 23.08., 16.15 Uhr

JuLiD wird sich im neuen Schuljahr in der zweiten Schulwoche treffen. Am 23.August laden wir alle Interessierten herzlich ein, bei JuLiD mitzumachen und mit uns in ein neues Jury-Literatur-Jahr zu starten! Ort: Bücherei WFS, Am Trauben 17 – ALLE ab 13 Jahren aus ganz Dreieich können mitmachen!

 

Das Abschlusstreffen vom Schuljahr 2016/17 findet am 21.06.2017 ab 17 Uhr Burg Dreieichenhain statt – mit großem Fotoshooting und EISGELAGE!

geschrieben am 19 Jun 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Für immer ein Teil von dir“

Michelle Andreani, Mindi Scott: Für immer ein Teil von mir
ISBN 978-3-95967069-2

YA!, 2017

182 Tage ohne sie! Seit dem Tod ihrer besten Freundin Ashlyn ist Cloudys Welt leer und einsam. Auch Kyle verliert sich in seiner unendlichen Trauer. Er wäre der Einzige, mit dem Cloudy über ihren Verlust sprechen könnte, doch zwischen ihnen ist etwas geschehen, über das sie für immer schweigen wollten. Dennoch begleitet Kyle sie, als Cloudy beschließt, die drei Menschen aufsuchen, die durch Ashlyns Organspende gerettet wurden. Ein Abschied, aber vielleicht auch ein Neuanfang? (Verlagstext)

Die Idee an sich fand ich ziemlich gut. Ich habe viel von diesem Buch erwartet. Das Problem war glaube ich, dass die Vorgeschichte schlecht verpackt wurde, die Geschichte ziemlich vorhersehbar war und dass die Emotionen nicht rüberkamen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die Autorin ihre Idee geliebt hat und unbedingt einen bestimmten Teil des Buches schreiben wollte. Der Rest wirkte etwas lieblos und „gehuddelt“, so als wolle sie einfach nur so viel Gefühl wie möglich dabei haben und möglichst schnell zu der Stelle kommen, die sie schon „bildlich“ im Kopf hatte. Leider war es dadurch auch an mehreren Stellen vorhersehbar.

Lorina, 18 Jahre

geschrieben am 7 Jun 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Der Mephisto Deal“

Kaja Bergmann: Der Mephisto Deal
ISBN 978-3-95669-012-9

Bookspot, 2014

 

Fausts Situation- was würdest du tun?

 

Der Deutsch-LK holt samstagvormittags in der Schule eine Unterrichtsstunde nach, während der Mathe-LK im Nebengebäude nachsitzt. Mitten im Unterricht, der Deutsch-LK behandelt gerade Faust und den „Pakt“ mit Mephisto, ertönt eine Durchsage von einem Unbekannten. An der Tafel steht: Der Mathe-LK soll sterben. Bei diesem steht derselbe Satz (nur mit Deutsch anstelle von Mathe). Der Durchsager teilt den Schülern mit, dass sie alle vergiftet wurden und in zwei Stunden sterben werden. Die einzige Chance auf Überleben ist, den Satz an der Tafel zu unterschreiben und somit den Tod des anderen Kurses zu besiegeln.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Deutsch-LK Schülers Finn. Aufgebaut ist das doch recht dünne Buch wie ein klassisches Drama aus dem Deutschunterricht- mit fünf Akten, Klimax und retardierendes Moment.  Die Charaktere sind (Zitat aus dem Buch):  „sehr normal, was allerdings mal eine nette Abwechslung von gefühlskalten, unsterblichen Protagonisten ist“. Finn teilt dem Leser seine Gedanken mit, das verleiht dem Buch einen gewissen Witz. Zwischendurch (in Akt 3-4) zieht sich die Geschichte ein klein wenig, was durch interessante Wendungen in der Geschichte allerdings wieder gut gemacht wird. Die Schüler des Deutschkurses leiden extrem unter den Symptomen des Giftes und der schweren Entscheidung. Teilweise stellt sich dem Leser die Frage, was man selbst in dieser Situation tun würde.

Am überraschendsten kam für mich das Ende. Ich hatte mit allem gerechnet; die Schüler würden alle sterben, weil sie das Gegengift nicht finden; alle würden überleben oder ich bekäme gar keine Auflösung, wie es überhaupt zu der krassen Geschichte kam. Überraschung: Es hatte ein Ende. Ein relativ realistisches und alle Aspekte fügten sich zusammen.

Anmerkung an den Verlag: Das Buch ist ein schlecht gebunden und die ersten drei Seiten fielen ganz ohne mein Zutun aus dem Buch.

Zusammenfassend: Thriller kombiniert mit Deutschlektüre. Sehr interessant und schnell durch! Allerdings sehr stark vom Leid geprägt.

 

Miriam, 16 Jahre

geschrieben am 7 Jun 2017 In: Allgemein

Ein Blick hinter die Kulissen

Seit 2012 bin ich Mitglied von JuLiD und habe endlich mal die Gelegenheit genutzt, hinter die Kulissen nicht nur von JuLiD, sondern auch von der Weibelfelder Bücherei zu blicken. Und ehrlich gesagt, hatte ich keine Vorstellung davon, wie viel Arbeit dahinter steckt, und vor allem auch welche klitzekleinen Aufgaben. Eine Sache am Stück zu erledigen, ist fast unmöglich, weil immer irgendwer irgendwas von einem möchte. Aber beginnen wir am Anfang bzw. in systematischer Reihenfolge.

Welche Bücher sind für die Bücherei interessant? Die Zielgruppe umspannt in der Weibelfeld von 10 bis 25 Jahren – dazu zählen auch Fachbücher (für Schüler). Mich haben vor allem die JuLiD relevanten Bücher angesprochen, und ja Kinderbücher. Ich habe also Verlagsvorschauen und Vorschläge durchstöbert und dann einige interessante Romane bestellt. An dieser Stelle sehr zum Empfehlen „Der Koffer“ von Robin Roe – trotz eher schlechtem Cover hat mich der Klappentext ganz schnell überzeugt und ich hab‘s sofort bestellt. Das war ein tolles Gefühl, kann ich euch sagen, als es am Dienstag (06.06.2017) mit der Post kam.

Wie kommt ein Buch überhaupt in die Bücherei? Teilweise funktioniert das so, wie wir es von Zuhause kennen, es wird eingekauft – im Moment läuft das über die Buchhandlung „gut gegen nordwind“. Und wer selbst gerne Bücher kauft, weiß, das ist teuer. Also zweite und für JuLiD relevantere Möglichkeit: kostenlose Rezensionsexemplare. Die allerdings müssen beim Verlag höflich angefragt werden, mit Autor, Titel und ISBN und dem Vermerk, dass Rezensionen über ihr Buch erscheinen und der Titel extra beworben wird, sollte er zum Siegertitel gekürt werden. Und da kommt schon das erste Problem auf uns zu – ja, JuLiD-Mitglieder, wir sind gemeint. Denn auch wenn wir die Romane umsonst bekommen, gibt der Verlag natürlich Geld dafür aus (Druck und Personal ist nicht gerade billig). Deswegen erwartet der Verlag, dass die Rezensionsexemplare auch rezensiert werden. Prompt kommt auf meine Anfrage, ob man nicht ein kostenloses Rezensionsexemplar bekommen könnte, also die Antwort, erst mal zu einem bereits verschickten eine zu verfassen. Und ja, Leute, das soll ein Appell sein, sonst könnten wir nämlich bald auf dem Trockenen sitzen. Ich schätze mal dreiviertel der Titel, die wir für JuLiD im Moment lesen, bekommt die Bücherei bzw. wir als kostenlose Rezensionsexemplare.

Nächster Schritt: Die Bücher kommen in der Bücherei an. Jetzt bekommen sie einen Barcode und werden foliert. In meinen neun Tagen Praktikum habe ich insgesamt ein Buch foliert, und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Geschichtsbuch eher nicht so oft ausgeliehen wird ;) Zugeständnis, ich hab das Praktikum freiwillig gemacht und konnte mir viel aussuchen, was ich machen wollte. Und Folieren ist, wenn ich das hier mal so sagen darf, eine Scheiß-Arbeit, eintönig und langweilig. Aber enorm wichtig, um die Bücher zu schützen. Wenn ihr es mir nicht glaubt, schaut euch die Zeitschriften mal an ;) Wenn also (mal wieder) jemand denkt, dass es zu lange dauert, bis eure neuen heißgeliebten Bücher in den Regalen stehen, liegt das nicht nur am Folieren, sondern auch an der Katalogisierung, also der Einarbeitung ins System. Dabei ist Perfektion angesagt, damit das Buch auch richtig einsortiert wird. Das heißt, als allererstes alle Daten eingeben (das zähl ich jetzt nicht auf, das würde nämlich zu lange dauern und wäre für euch vermutlich eher uninteressant), dann muss das Ganze am besten von jemand anderes noch kontrolliert werden. Dann erst wandert das Buch ins Regal. Ja, Gut, oder direkt zu einem von uns (Ich fühl mich da gar nicht angesprochen *verlegen zur Seite schau*). Frau Hein zieht JuLiD-Bücher übrigens extra vor.

Ein Tipp für euch: Auf der Büchereiseite kann man unter der Rubrik Mediensuche_Neuerwerbungen_Jugendbücher alle Romane einsehen, die in den letzten 60 Tagen in

der Bücherei eingearbeitet wurden. So mache ich das immer. Der Nachteil davon ist, man bekommt meistens alle auf einmal.

IMG_8124Damit hätten wir den für uns wichtigen Prozess abgeschlossen, die Bücher liegen hoffentlich zum Ausleihen bereit. Das ist auch gar nicht so schwer, wenn man den Ausweis dabei hat. Ich erwähn das mal, weil ich selbst meinen Ausweis meistens vergesse – zu Schulzeiten in der Weibelfeld hätte ich deswegen ein Problem, Bücher (Filme, Hörbücher, Spiele, etc. natürlich auch) gibt’s da nämlich nur mit Ausweis. Computer gibt’s übrigens auch nur mit Ausweis, obwohl manche Schüler es trotz besseren Wissens immer wieder versuchen.

Neben größeren Aktionen wie Medientische konzipieren und gestalten (auf Facebook habt ihr vielleicht den Warrior Cats Tisch gesehen – das war ich ;) ), bekommt man es in den Pausen teilweise mit einem Schüleransturm (ein oder zwei Lehrer sind auch manchmal dabei) zu tun, die abgeben, ausleihen und verlängern möchten – natürlich muss dann alles, was zurückgegeben wurde, wieder schön alphabetisch in die Regale einsortiert werden. Es gibt noch ein paar Aufgaben mehr, aber damit möchte ich euch jetzt nicht mehr langweilen ;)

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Frau Hein und ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen bedanken, dass ich dieses Praktikum machen konnte und dass ihr mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden habt. Die neun Tage gingen unglaublich schnell vorbei, sie haben bei mir ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie viel anstrengende Arbeit hinter einer Jury wie JuLiD und einer Schulbücherei steckt, aber gleichzeitig wie erfüllend diese sein kann, wenn man begeisterten Leseratten dabei zusieht, wie sie neue oder altgeliebte Bücherwelten erkunden.

Eine begeisterte Praktikantin

Franzi

geschrieben am 9 Mai 2017 In: Buchkritik

Buchkritik – „Royal Blood – Schattenkrone“

Eleanor Herman: Royal Blood ; 1 – Schattenkrone
ISBN 978-3-8414-2230-9

Fischer, 2017

Der erste Teil (es sind noch drei weitere geplant) der Fantasy/History Reihe Royal Blood war für mich einfach nur ein grandioses Buch! Hatte schon lange nicht mehr so ein tolles Buch in der Hand!

In Royal Blood-Schattenkrone geht es in erster Linie um die Blutmagierin Kat und um ihren Freund Alexander den Großen, die letztlich mehr verbindet als man am Anfang denkt… Die beiden müssen mit den Problemen zurechtkommen, die man im Palast und als junger zukünftiger Herrscher von Makedonien hat. Dabei haben sie Freunde und Feinde, die jeweils sehr interessante Perspektiven haben, welche man kennenlernt, da das Buch in jedem Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben ist. Dies ist ja an sich nichts Neues aber die Autorin Eleanor Herman hat es grandios hingekriegt, dass man mit jedem Charakter mitfiebert und alle Sichten total interessant findet.

Der Roman ist eine Mischung aus History und Fantasy, denn die Autorin hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass der Roman historisch möglichst korrekt ist (Das Leben im Palast, Kleidung, Essen, Kriegsführung…). Die Geschichte spielt ca. 340 vor Christus und zeigt einen Alexander den Großen in seinen jugendlichen Jahren. Dass dann noch etwas Fantasy hinzukommt macht den Roman perfekt!

Ich habe das Buch geradezu verschlungen, denn man kommt super einfach in die Story rein und die stetig steigende Spannung lässt keine Momente der Langeweile zu. Ich bin schon gespannt darauf zu erfahren wie es weiter geht und kann es kaum erwarten mit dem zweiten Band zu beginnen.

Laura G., 19 Jahre