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geschrieben am 27 Okt 2010 In: Allgemein

JuLiD bei Jochen Till

Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter!

So lautet das Motto der diesjährigen bundesweiten Bibliothekswoche, in deren Rahmen wir den Jugendbuchautor Jochen Till und seinen Kumpel Linus eingeladen haben. Die beiden haben nicht nur eine Lesung gehalten – eine multimediale Vorleseshow strapazierte unsere Lachmuskeln und ließ die JuLiD neues Rezensionsfutter für die diesjährige Juryrunde entdecken: Charlie + Leo, der neue (Comic-)Roman von Jochen Till. Wir sind gespannt auf die Punktebewertung der JuLiD-Mitglieder…

geschrieben am 1 Okt 2010 In: Buchkritik

Buchkritik – „Schattenblüte“

Nora Melling – Schattenblüte

Rowohlt Polaris, ISBN 978-3-8625-2000-8

Nachdem Luisas Bruder an Krebs gestorben ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie möchte sich das Leben nehmen. Eine Sekunde vor ihrem Sprung in den Tod, wird sie zurückgehalten: Thursen, ein geheimnisvoller Junge, der zusammen mit anderen Jugendlichen im Wald lebt, kann nicht zulassen, dass sie springt. Schnell verliebt sich Luisa unsterblich in ihn, doch obwohl er ihre Liebe zu erwiedern scheint, gibt es etwas, dass ihn zurückhält, eine Beziehung mit ihr einzugehen: Er und seine Freunde sind Werwölfe, und mit jeder Verwandlung wird er mehr zum Tier und vergisst sein menschliches Leben, weshalb sich Werwölfe nach einiger Zeit nicht mehr zurückverwandeln können. Thursen ist jedoch schon längst über der Frist, nur seine Liebe zu Luisa hält ihm am Mensch-Sein, doch er weiß, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Luisa würde alles tun, um ihn zu retten, noch jemanden zu verlieren, den sie liebt, könnte sie nicht ertragen. Doch wie soll man einen Werwolf wieder zum Mensch werden lassen?

Dieser Roman hat mich vom ersten Satz an so gefesselt, dass ich nicht mehr aufhören konnte es zu lesen, und es mich größte Überwindung gekostet hat, ihn wieder ins Regal zu stellen, nachdem ich fertig war. Das Buch ist unheimlich schön und spannend geschrieben, man fiebert mit den Figuren mit und kann sich in jede einzelne sofort sehr gut hineinversetzen. Es ist eine Hymne der Liebe und der Freundschaft, des Verlusts und der Trauer. Allein schon wenn man das Cover sieht, mit der plastisch dargestellten schwarzen Blüte vor dem Gesicht eines Mädchens mit schwarz umrandenen Augen, kann man sich dem Buch nicht mehr entziehen.

Der Roman ist für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet, die Fantasy mögen, und gerne Bücher über Liebe und Verluste lesen und sich nicht zu schade sind, beim Lesen eines Buches weinen zu müssen.

Ich habe “Schattenblüte” mit der Höchstpunktzahl 15 bewertet, da er, wie oben beschrieben, unheimlich gefühlvoll und schön zu lesen ist. Hoffentlich erscheint bald das nächste Buch von Nora Melling!

Jacqueline, 15 Jahre

Die Idee, dass totunglücklichen Teenager zu Wölfen werden, ist einfach genial. Es gibt in dem Buch auch viele Ansichten über den Tod. Die Wölfe sehen ihn mittlerweile fast gleichgültig gegenüber, wohingegen Luisa ihn als etwas Schreckliches ansieht. Das Buch ist zwar aus Luisas Sicht geschrieben, es wurde aber dennoch die Sichtweise der Wölfe gut rübergebracht. Ich bin gespannt, wie Nora Melling diese Serie weiterführen wird.

Madeleine, 16 Jahre

Am Mittwoch, dem 29.September trafen sich die JuLiD-ler wieder einmal zur monatlichen Buchbesprechung – und es wurde so viel diskutiert wie lange nicht. Bei Tee und Keksen wurden Neuerscheinungen gelobt und beschimpft, Inhalte beschrieben und Neugierde bei denen geweckt, die die neuen Bücher noch nicht in die Hände bekommen haben. Für diesen Blog wurde auch ein neues Gruppenfoto aufgenommen, das aber erst nach Maditas Bearbeitung am PC auf die Allgemeinheit losgelassen wird.

Auch auf der bevorstehenden Buchmesse werden die Jugendlichen die Augen nach neuem Lesefutter und interessanten Verlagen offen halten. Wir bitten alle Verlage um Unterstützung unserer Arbeit und freuen uns stets über kostenfreie Rezensionsexemplare. Buchbesprechungen werden im Blog und unserer Schulzeitung veröffentlicht, die fünf besten Bücher am Schuljahresende ausgezeichnet und speziell in unserer Bücherei, weiteren Bibliotheken und örtlichen Buchhandlungen beworben.

geschrieben am 26 Sep 2010 In: nächstes Treffen

Nicht vergessen…

Wir treffen uns diesen Mitwoch (29.9.) 16.30 Uhr in der Bücherei. Gebt mir bitte Bescheid, ob’s klappt.

Und macht euch hübsch… wir schießen ein neues Gruppenfoto!

geschrieben am 9 Sep 2010 In: für Verlage und Buchhandlungen

Rezensionstitel

Wir sichten momentan den Buchmarkt und suchen Rezensionstitel. Gern lesenwir kostenfreie Exemplare von Verlagen. Schicken Sie uns hierfür Ihr Exemplar an:

JuLiD – Bücherei
Am Trauben 17
63303 Dreieich

Buchhandlungen und Verlage sind berechtigt, Zitate der JuLiD zu Werbezwecken für die Favoriten-Titel nutzen.

geschrieben am 9 Sep 2010 In: Buchkritik

Buchkritik zu „Erebos“

Erebos – Ursula Poznanski
ISBN 978-3-7855-6957-3

 An Nicks Schule wird unter der Hand ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Wer gegen die Spielregeln verstößt oder die Aufgaben von Erebos, die aber in der realen Welt ausgeführt werden müssen, nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Auch Nick wird süchtig, bis ihn das Spiel auffordert, jemanden zu töten.

Dieses Buch hat wirklich Suchtfaktor! Einmal angefangen, will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man es fertig gelesen hat. Die Autorin versteht es, einen Sog zu entwickeln, der den Leser mitreißen und mit fiebern lässt. In dem Buch wird, besonders durch die detailreiche Beschreibung der Computerwelt von Erebos, auf beängstigende Art und Weise gezeigt, wie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen können. Man muss kein Fan von Computerspielen sein (bin ich normalerweise eigentlich auch nicht), um dieses unglaublich spannende Buch zu mögen.

Sabrina, 16

Erebos hat mich total enttäuscht. Es hat sich ewig gezogen und es wollte sich keine Spannung aufbauen. Zudem hatte ich oft Verständnisschwierigkeiten, da viele Fachbegriffe aus dem IT-Bereich vorkommen, die nicht näher erläutert werden.

Jacqueline, 16 Jahre

geschrieben am 8 Sep 2010 In: Buchkritik

Reihenkritik – „Die letzten Überlebenden“

Susan Beth Pfeffer: Die letzten Überlebenden

Band 1: Die Welt wie wir sie kannten

ISBN 978-3-551-58218-8

2010

Gespannt verfolgt Miranda zusammen mit ihrer Familie und der ganzen Straße, wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Doch dann verläuft alles ganz anders als erwartet: Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn geworfen und nichts ist mehr, wie es war. Die Welt gerät aus den Fugen; Flutkatastrophen, Erdbeben und extreme Wetterumschwünge bedrohen die gesamte Zivilisation. Fortan müssen Miranda und ihre Familie ums Überleben kämpfen.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da er auf sehr spannende und beklemmende Art und Weise den Überlebenskampf von Miranda und ihrer Familie schildert. Ganz ohne die üblichen Übertreibungen anderer Weltuntergangsszenarien beschränkt sich die Autorin ganz auf Miranda und ihre Familie, ohne dabei die Geschichte künstlich aufzubauschen.

Man fiebert mit den Überlebenden und ihren Entscheidungen mit und fragt sich die ganze Zeit, wie man in so einer Situation handeln würde.

Sabrina, 16

Band 2: Die Verlorenen von New York

ISBN 978-3-551-58219-5

2011

9783551312884Seit der Mond aus seiner Umlaufbahn verschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. Wer konnte, hat die Stadt längst verlassen. Verzweifelt kümmert sich Alex um seine jüngeren Schwestern Briana und Julie, denn seine Eltern sind seit dem Tag der Katastrophe spurlos verschwunden.

„Die Verlorenen von New York“ unterscheidet sich inhaltlich nur sehr wenig von „Die Welt, wie wir sie kannten“. Es geht um die gleiche Katastrophe nur, dass die Handlung diesmal in New York bei Alex und seiner Familie spielt. Die Story ist also eigentlich ein alter Hut und auch sonst weisen die beiden Bücher zahlreiche Parallelen auf: Es müssen Nahrungsmittel beschafft werden, dann wird ein Familienmitglied schwer krank, sie planen die Flucht usw. Eigentlich geht es in dem Buch die ganze Zeit nur ums Überleben! Dabei wiederholt sich inhaltlich jedoch so viel, dass es teilweise richtig langweilig wird. Manche Handlungen der Personen sind auch noch unlogisch und nicht nachvollziehbar, sodass das Buch stellenweise noch nicht einmal ernst und glaubwürdig wirkt. Ab und zu ist die Story aber dann trotzdem noch spannend und man will das Buch bis zum Ende lesen, zumal es an einigen Stellen doch heftiger als der erste Roman ist. Aber auch das Ende ist äußerst enttäuschend, da es offen gelassen wird und die Geschichte somit keinen wirklichen Abschluss hat. Es wird noch nicht einmal geklärt, ob sich die Lage irgendwann wieder normalisiert, das Buch endet einfach. Ich finde es schade, da man meiner Meinung nach aus diesem spannenden Thema viel mehr hätte machen können. Das Buch erhält von mir somit nur 8 von 15 Punkten.

Sabrina, 17 Jahre

 

geschrieben am 6 Sep 2010 In: Buchkritik

Buchkritik zu „Hummeldumm“

Sina und Matze reisen kurz vor ihrem Umzug nach Namibia. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur „irgendwas“ buchen. Doch dieses „irgendwas“ entpuppt sich als eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet. Von nun geht es täglich in einen Kleinbus voller „bekloppter“ Mitreisender über afrikanische Schotterpisten. Doch mitten in der Kalahari-Wüste wird Matze plötzlich klar, dass er vergessen hat, die Reservierungsgebühr für die neue Eigentumswohnung zu überweisen. Jetzt muss er schleunigst telefonieren und das mit leerem Handyakku und ohne Netz.

Da „Hummeldumm“ der erste Roman war, den ich von Tommy Jaud gelesen habe, kann ich ihn leider nicht mit seinen anderen Romanen vergleichen. Aber die von unglaublich lustigen Dialogen und einer Menge Situationskomik gespickte Story hat mich gleich von der ersten Seite an gefesselt. Auch die wunderbare Schilderung der Charaktere mit all ihren Macken und ihrer Einzigartigkeit, besonders Matze mit seinem Talent, sich immer in die komischsten Situationen zu bringen, hat mich von Anfang an begeistert und in ihren Bann gezogen. Einige Stellen waren so komisch, dass ich laut loslachen musste, besonders auch die mit Bahee, dem einheimische Führer der Reisegruppe, der wirklich unglaublich gut beschrieben wird. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne wieder mal so richtig lachen möchte!

Sabrina, 16

Leider muss ich sagen, dass mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen hat. Ich fand es langweilig und –entgegen der Propaganda- überhaupt nicht witzig. Dementsprechend: der Titel „Hummeldumm“ passt sehr gut zum Buch, allerdings nicht im positiven Sinne.

Jacqueline, 16 Jahre

geschrieben am 6 Sep 2010 In: Buchkritik

Buchkritik zu „Die Hassliste“

Valerie führt gemeinsam mit ihrem Freund eine Hassliste, auf der die Namen aller Mitschüler und Lehrer stehen, die sie hassen. Als Nick eines Tages in der Cafeteria der Schule das Feuer auf seine Mitschüler eröffnet und dabei sechs Menschen tötet, ist für Valerie nichts mehr wie früher. Obwohl sie einer Mitschülerin das Leben gerettet hat und dabei selbst schwer verletzt wurde, ist sie für alle nur noch die Mittäterin.

Das Buch hat mich beim Lesen sehr berührt, da es sehr eindringlich und bewegend den Versuch von Valerie schildert, in ihr altes Leben zurückzufinden, obwohl ihr dieser von allen schwer gemacht. Valeries Gefühle werden dabei so ergreifend beschrieben, dass man sie unmittelbar nachempfinden kann. Besonders die realitätsnahen Schilderungen des Amoklaufes und vor allem, wie es dazu kommen konnte und, was die Angehörigen danach durchmachen müssen, haben mich sehr bewegt. Das Buch regt gerade auch durch die Aktualität des Themas zum Nachdenken an und bleibt einem noch lange in Erinnerung.

Sabrina, 16

Dieser Roman hält den Leser dazu an, sich Gedanken über Themen wie Mobbing, Hass und Gewalt zu machen. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich vieles mit anderen Augen gesehen. Ich bin der Meinung, dass sich „Die Hassliste“ sehr gut zur Gewaltprävention eignet und dass man es auf jeden Fall in der Schule als Pflichtlektüre einführen sollte. Trotzdem ist es nicht nur lehrreich, sondern auch spannend und schockierend.

  Jacqueline, 16 Jahre

geschrieben am 1 Sep 2010 In: Allgemein, nächstes Treffen

Das erste Treffen im neuen Schuljahr

JuLiD geht wieder los – heute traf sich die Jury zum ersten Mal im neuen Schuljahr. Wir durften 5 neue Mitglieder begrüßen und drei weitere Anmeldungen verzeichnen, die dann ab dem nächsten Treffen dabei sein werden. Erste bewertungspunkte wurden vergeben, Kekse gefuttert und Tee geschlürft. Das nächste Treffen findet am 29.9., also in vier Wochen, statt.

Wir wollen an diesem Tag ein neues Bild der JuLiD mit neuer besetzung machen, also alle vorher in Schale werfen und Harre kämmen :-D