Buchkritik -“ Young Elites-Das Bündnis der Rosen“ (Band 2)

Marie Lu: Young Elites-Das Bündnis der Rosen
ISBN: 978-3-7855-8415-6
Loeve Verlag
405 Seiten

Achtung, dies ist der zweite Band der Reihe, also setzt diese Rezension Vorgänge aus Band 1 voraus!

Adelina will Rache nehmen an der Inquisition, den Soldaten in den weißen Mänteln, und an der Gemeinschaft der Dolche, von der sie verraten und verstoßen wurde.
Als Weiße Wölfin sammelt sie mit ihrer Schwester andere Begabte um sich herum, um ein neues Bündnis, das Bündnis der Rosen, zu schmieden.
Mit dessen Hilfe will Adelina die brutale Verfolgung von Malfettos (Gezeichneten) durch die Inquisition beenden.
Doch ihre dunklen Kräfte entgleiten immer mehr Adelinas Kontrolle.

Adelina ist von einem missverstandenen Mädchen zu einem richtigen Bösewicht geworden. Ihre Entwicklung empfand ich als sehr beängstigend, aber auch faszinierend dargestellt. Kein Autor, den ich bisher gelesen habe, hat seine Hauptfigur so weit in die Dunkelheit getrieben.
Aus diesem Grund bin ich auch froh, dass Marie Lu Adelina nicht als einen einseitigen, flachen Bösewicht hat werden lassen, sondern wie im ersten Band mit Stärken und Schwächen dargestellt hat. So lässt sich Adelinas Entwicklung nachvollziehen.

Generell ist das Buch sehr gut geschrieben, der Schreibstil ist sehr flüssig, man merkt nicht wie schnell die Seiten gelesen sind. Die Geschichte läuft auf den ersten 80 Seiten mit einem ordentlichen Tempo, dann zieht die Geschwindigkeit noch ein wenig an, was ich gut finde.
Die Story ist im Ganzen vorhersehbar, wenn man Band 1 gelesen hat, doch kleine Details lassen sie trotzdem nicht langweilig wirken.
Ich bin sehr zufrieden mit der Fortsetzung der Reihe, bin aber auch gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht, weil die letzte Szene mehrere Möglichkeiten offenlässt.

Markus, 16 Jahre
Young Elites – Das Bündnis der Rosen ist um einiges dunkler und brutaler als der 1. Teil. Die bereits angedeutete Entwicklung der Protagonistin Adelina ist stärker, als ich erwartet habe, und macht sie dadurch zur teilweise unsympathischen Antiheldin, die unter ihrer Illusionsgabe leidet. Jetzt schart sie selbst Anhänger um sich, mit keinem geringeren Ziel als den Thorn ihres Heimatlandes zu erobern. Die neu auftauchenden Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und der Schreibstil und die konsequent anhaltende Spannung haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Wieder fließt ein bisschen Romance in die Geschichte ein, wirkt aber nicht so fehl am Platz wie im ersten Teil.
Obwohl mir persönlich Adelina als Antiheldin nicht gefällt, ist Young Elites eine absolut lesenswerte Trilogie. Und ich bin gespannt, was im dritten Teil mit Adelina, den Dolchen und Rosen passiert, und ob sie es schlussendlich schafft, gegen die Dunkelheit ihrer Angabe anzukämpfen oder ihr elendig zu verfallen.
Franzi, 22 Jahre

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